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L. E. Fant

Heute Abend würde er wohl einen Roten trinken. Er sollte
ihn schläfrig und müde machen. Die erste Nacht in der
Pfalz sollte jedenfalls eine ruhige Nacht werden. Er sehnte
sich danach. Aber noch war es nicht soweit. Ein kurzer
Spaziergang wäre doch die richtige Vorbereitung.
Kurz blickte er sich um, alles war aufgeräumt, er machte
die Türe auf und ging die Treppe wieder hinunter in den
Innenhof. Das Weingut hatte den Charme einer halbreifen
Rebe, man spürte die ordnende Hand der Besitzer und die
Kraft der Natur. Müller ging rasch über den Hof, machte
das Tor des Weinguts auf, schaute auf das Dorf und die
Ebene, die vor ihm lagen.

So könnte eine Geschichte anfangen. Eine Geschichte in
einem Weinberg vor der Ernte. Die reifen Trauben freuen
sich auf das neue Fass. Weinernte in der Pfalz.
Genießen Sie die unterschiedlichen Eindrücke. Gehen
Sie spontan durch die Weinberge und machen Sie einen
süßen Schlaf. Träumen Sie von Rot und Weiß.

Alfred Marquart

SWR II Baden-Baden

Fußball ist Gott sei Dank nicht alles auf der Welt; sonst
würde man, den schwäbischen Grinser Klinsmann ständig
im Blick, ja verzweifeln müssen, wo die Weltlage doch
genauso wenig komisch oder erheiternd ist wie das Spiel
der deutschen Fußballnationalmannschaft. Deshalb rede
ich jetzt nicht auch noch über Fußball, so gern ich es täte.

Weiterlesen: Alfred Marquart

Dr. Brigitte Baumstark

Kunstsammlung Städtische Kunstgalerie
Karlsruhe 2002

Der Einsatz eines Farbakkords als Stilmittel ist auch ein
wesentliches Prinzip ihrer Landschaftsbilder. Denn auch
hier geht es nicht um die bloße Wiedergabe des Gesehenen.
Stattdessen ist die Landschaft Anlass für die Malerei.

Weiterlesen: Dr. Brigitte Baumstark

Martin Roeber

Wir sehen heute nur die schwarz-weiße Seite der Kunst
der Bettina Kreßlein: Radierungen, Tuscharbeiten, Collagen,
die beides verbinden. Die paar Farbtupfer, die Sie heute zu
sehen bekommen, kann man an den Fingern abzählen.
Die Welt also in ein schematisierendes Schwarz-Weiß-
Raster gezwängt?

Weiterlesen: Martin Roeber

Wolf Renschke

DLF Köln

Rot

Die Farbe der Liebe? Ja, doch. Denn gerät dabei nicht auch
das Blut in Wallung?

Blutrot, glutrot zuweilen auch der Sonnenuntergang.
Oder gar ochsenblutrot. Rot auch beim Stierkampf, dann
immer noch die Farbe der Liebe – oder eher die des Todes,
der Vergänglichkeit?

Weiterlesen: Wolf Renschke

Martin Roeber

Soccer

Folgt man den Intentionen der Künstlerin, dann geht
es bei diesem Bild um ein Verbrechen, um Brutalität.
Wir sehen eine typische Fußballszene, reduziert auf eine
Art Laokoongruppe, ein Knäuel von Schenkeln, Stollen,
Stutzen …
Brutale Stahlstollen rammen sich in die Schenkel des
Gegners. Ein Bild voller Dynamik, ein echtes Sportbild.
Der Jurist überlegt nun: Verbrechen? Natürlich nicht –
Körperverletzung ist ja nur ein Vergehen. Liegt eine Einwilligung
des Gegners vor? Ist unter hart gesottenen
Bundesligaspielern vielleicht sogar der Tatbestand
schon ausgeschlossen? Signalisieren die Stahlstollen
den Gebrauch eines gefährlichen Werkzeugs und damit
eine Qualifizierung? Ist der Versuch überhaupt strafbar?
Schließlich fließt kein Blut.
Als Jurist hat man mehr vom Leben – auch in einer
Kunstausstellung.

Martin Roeber

Nana

Wo räkelt sich diese Dame eigentlich? In einem Schaufenster?
Zuhause, ganz privat? Hat der Staatsanwalt die
Pflicht, ein Strafverfahren wegen verbotener Prostitution
einzuleiten? Geht es glimpflich mit einer Ordnungswidrigkeit
ab? Gilt hier das Legalitätsprinzip oder das Opportunitätsprinzip?
Fragen über Fragen … Ich befürchte nur:
Die Künstlerin hat dies weniger interessiert. Die käufliche
Liebe, Huren als Modelle, das gehört zur Kunstgeschichte
seit es Kunst gibt.

Weiterlesen: Martin Roeber

Walter Schumacher

Rede zur Ausstellungseröffnung von Bettina Kresslein
am 21. November 2005 in der Staatskanzlei Mainz

Kunst und Fußball“ – ich beginne aus Respekt vor dem
Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt. Goethe hat das
Thema in Verse gefasst. Ich zitiere aus dem berühmten
Faust-Monolog:
Habe nun, ach, Philosophie
Juristerei und Medizin,
und leider auch Theologie
durchaus studiert, mit heißem Bemühn.

Weiterlesen: Walter Schumacher

Martin Roeber

Männer und Frauen

„Der Mensch ist das Maß aller Dinge“, das könnte als
Motto über den Bildern von Bettina Kreßlein stehen.
Und dieser Satz steht – natürlich kein Zufall – auch unter
einem der Bilder.
Was sehen wir da?
Einen ziemlich eitlen Fatzke; es sind schönere Männer
denkbar. In der Hand hält dieses „Maß aller Dinge“ das
unvermeidliche Gläschen, gefüllt mit rotem Stoff.
Autor dieses Satzes ist übrigens der griechische Philosoph
Protagoras, also einer der berühmt-berüchtigten Sophisten;
Zeitgenosse von Perikles – etwa 450 vor Christus.
Dieser Satz des großen Protagoras wird natürlich fast
immer missverstanden. Man wittert Überheblichkeit,
Unterjochung der Natur, Überschätzung der menschlichen
Fähigkeiten.

Weiterlesen: Martin Roeber

L. E. Fant

Ella, die ältere, die den Jazz nur in kleinen Stück en
preisgibt. Sarah, kühl und raffiniert, die den Jazz gestaltet
bis in den letzten Ton. Louis, dessen Stimme Konzertsäle
swingen lässt und Oskar, der den Blues bis in die letzten
Tiefen schickt – der Jazz swingt und lässt Eure Herzen
höher schlagen. Musik trifft jeden und auch dich. Ein
Gedicht über den Blues, das dich begleitet bei jedem
Schritt:

Weiterlesen: L. E. Fant

Dr. Brigitte Baumstark

Kunstsammlung Städtische Kunstgalerie Karlsruhe 2002

Expressive Farbigkeit, eine lockere Pinselschrift, die für
rasches Arbeiten steht, und der ausschnitthafte Blick auf
eine Szene charakterisieren die neusten Werke der Malerin
Bettina Kresslein. Im Mittelpunkt ihres Werkes steht die
Darstellung des Menschen in den verschiedensten Situationen
seines alltäglichen Lebens. In der Regel arbeitet die
Künstlerin in Serien, die sich nicht nur inhaltlich, sondern
auch formal und in der Farbwahl entsprechen.

Weiterlesen: Dr. Brigitte Baumstark

Dr. Claudia Pohl

Kunsthistorikerin und Dozentin
an der Universität Karlsruhe (TH)

Man spürt die expressive Lust am Malen, die allenthalben
wie bei der Serie „Jazz“ das Motiv in Farbenorgien überführt,
so dass man bei der Sängerin Dee Dee Bridgew ater
nicht mehr weiß, wo ihr rotes Kleid aufhört oder ob hier
nicht eher der musikalische Klang in einen Farbklang
übertragen wurde.

Weiterlesen: Dr. Claudia Pohl

Dr. Claudia Pohl

Kunsthistorikerin und Dozentin
an der Universität Karlsruhe (TH)

Zitronen

Summarisch betrachtet sehen wir beispielsweise in der
Reihe "Der See" einen gedeckten Tisch, Früchte, Gläser;
Szenen, die vom Bildrand überschnitten ein Gelage im
Freien vermuten lassen, weil ein See den Bildmittelgrund
bildet und der Hintergrund von einem wolkenreichen
Himmel bestimmt ist. Kennzeichnend für die Serie sind
ein bühnenhaftes Arrangement in der Komposition aller
Blätter sowie das Ausschnitthafte der einzelnen Szenen,
die inhaltlich um das Thema Essen und Trinken kreisen.
Schemenhaft erkennen wir einen Mann und eine Frau,
oder nur eine Frau oder einen Mann, wechselnde Szenen
vor der schönen Aussicht am See, erzählerisch, fast intim,
aber nie enthüllend oder diffamierend, moderne Genreszenen
rund um das Genießen von Speisen und Getränken.

Martin Roeber

Übrigens scheint bei Bettina Kreßlein der Gebrauch von
Farbe ziemlich landschaftsabhängig zu sein. Vielleicht
spielt auch das Klima mit .
Der große französische Jurist Charles de Montesquieu hat
in seinem bekanntesten Werk, „Vom Geist der Gesetze“, uns
nicht nur eine Lektion in der Theorie der Gewaltenteilung
erteilt, sondern auch versucht, zwischen den Staatsformen,
den verschiedenen Rechtsordnungen und dem Klima einen
Zusammenhang herzustellen. Danach haben etwa die
Engländer ein derart unerträgliches Klima, dass es Lebensüberdruss
verursacht. Ergebnis: Sie werden zu notorischen
Nörglern.

Weiterlesen: Martin Roeber

Martin Roeber


Übrigens scheint bei Bettina Kreßlein der Gebrauch von
Farbe ziemlich landschaftsabhängig zu sein. Vielleicht
spielt auch das Klima mit .
Der große französische Jurist Charles de Montesquieu hat
in seinem bekanntesten Werk, „Vom Geist der Gesetze“, uns
nicht nur eine Lektion in der Theorie der Gewaltenteilung
erteilt, sondern auch versucht, zwischen den Staatsformen,
den verschiedenen Rechtsordnungen und dem Klima einen
Zusammenhang herzustellen. Danach haben etwa die
Engländer ein derart unerträgliches Klima, dass es Lebensüberdruss
verursacht. Ergebnis: Sie werden zu notorischen
Nörglern.

Weiterlesen: Martin Roeber

Dr. Claudia Pohl

Kunsthistorikerin und Dozentin
an der Universität Karlsruhe (TH)

Man kann auch mit Farbe zeichnen: Die Landschaftsbilder
der Pfalz sind nur mit gelb und schwarz gemalt, ein starker
Farbkontrast, der durch Farbmischungen auf dem Blatt, in
der noch nassen Farbe zahlreiche Variationen ermöglicht.
Obwohl man den Ort der Darstellung vielleicht lokalisieren
könnte, spielt dies nicht unbedingt eine Rolle.

Weiterlesen: Dr. Claudia Pohl

Dir. Dr. Bernd Goldmann

Internationales Knstlerhaus Bamberg Villa Concordia

Wie die Weisheit nicht mit einem einzigen Sprung ins
Brautbett der Nachdenklichkeit zu gewinnen ist, sondern
vieler Geduld und Zrtlichkeit und Wachheit bedarf, so
will es auch der Wein. Herbert Heckmann die Knste
knnen mit Wein umgehen

Kunst und Wein
Wein und Kunst
Ein altes und doch immer wieder neues Thema

Weiterlesen: Dir. Dr. Bernd Goldmann